Osteopathie -                        

Während der Behandlung, vorher und nachher...

Ihr erster Besuch bei einem Osteopathen beginnt immer mit einem Gespräch, der Anamnese.

Um die Ursachen der Beschwerden genauer eingrenzen zu können, erzählen Sie von Ihren Beschwerden, eventuell stellt der Osteopath genaue Nachfragen.

Wichtig sind auch etwaige Vor- oder Begleiterkrankungen, Medikamenten-einnahme und stattgefundene Operationen.

Auch die aktuelle Lebenssituation, Umstände und Belastungen (sei es körperlich oder emotional bzw. psychisch) im beruflichen und privaten Bereich können eine Rolle spielen.

 

Es folgt die körperliche Untersuchung.

Nach Beurteilung der Statik und der Haltung des Körpers folgen aktive und passive Beweglichkeitstests.

Mit seinen Händen versucht der Osteopath, Veränderungen in Ihrem Körper bezüglich unterschiedlichster Parameter festzustellen.

Dieses können Verspannungen sein, erhöhte oder verminderte Beweglichkeit von Gelenken, eingeschränkte Elastizität von Bindegewebsstrukturen.

Die inneren Organe können unter anderem in Hinsicht auf Ihren Bewegungsumfang unter dem Einfluß der Zwerchfellbewegung (das Zwerchfell ist der Hauptmuskel der Atmung und kontrahiert um die 20.000 mal pro Tag) beurteilt werden.

 

Stellt der Osteopath Auffälligkeiten fest und beurteilt diese als wichtig und im Zusammenhang mit den aktuellen Beschwerden stehend, wird er diese, ebenfalls mit Hilfe seiner Hände, beginnen zu behandeln.

Jedes Problem im Körper ist individuell und bedarf einer individuellen Therapie und Herangehensweise.

Als Basis der Behandlung dienen aber spezielle osteopathische Behandlungsmethoden und -konzepte, die sich über mehrere Generationen von Osteopathen weiterentwickelt haben.

Manche osteopathischen Griffe können  sehr "handfest" , andere wiederum sehr sanft und für den Patienten kaum wahrnehmbar sein.

Einige Beispiele für osteopathische Techniken sind:

 

- Myofascial- Release- Techniken (MFR) und andere Fasziale Techniken

- Thrust-/ Impulstechniken (auch als  HVLA-Techniken abgekürzt)

- Muscle-Energy-Techniken (MET)

- Recoil -Techniken

- Kraniosakrale Techniken

- Positional Release

- Strain-/Counterstrain

- Funktionelle Techniken

- Neuromuskuläre Techniken (NMT)

- viszerale Techniken

Vor der Behandlung

Da der Osteopath eventuell auch den Bauchbereich mit in die Untersuchung und Behandlung einbezieht, ist es am sinnvollsten, wenn die letzte größere Mahlzeit mindestens 2 Stunden zurückliegt.

Befundung und Behandlung finden idealerweise in Unterwäsche statt. Wenn Sie möchten, können Sie sich aber auch kurze Sportbekleidung  mitbringen.

Nach der Behandlung

Durch die Behandlung wurden dem Körper auf verschiedensten Ebenen neue Informationen und Reize gegeben, die er am besten verarbeiten und integrieren kann, wenn  Sie ihm durch ein bißchen Ruhe und Ausgeglichenheit die Gelegenheit dazu geben.

Starke körperliche Beanspruchungen oder andere Aufregungen sollten Sie nach der Behandlung daher meiden.

Dauer und Häufigkeit der Behandlung

Die osteopathische Behandlung dauert ungefähr 45 Minuten. Nehmen Sie sich aber am besten eine Stunde Zeit, da es auch mal etwas länger dauern kann oder noch organisatorische Dinge zu erledigen sind.

 

Wie häufig osteopathisch behandelt werden muss, ist abhängig von der Art und dem Ausmaß der Beschwerden und des osteopathischen Befundes.

Die Abstände zwischen den Behandlungen können von einigen Tagen (bei sehr akuten Beschwerden) bis hin zu mehreren Wochen (eher bei chronischen Beschwerden) variieren.

Akute Beschwerden können durchaus nach 1-3 Sitzungen behoben sein.

Chronische Beschwerden können mehr Behandlungen erforderlich machen, soweit sich eine Besserung der Symptomatik durch die Behandlung zeigt.

Viele Patienten kommen auch unter präventiven Gesichtspunkten in größeren, individuellen Abständen von zum Teil mehreren Monaten.